Projekte

HiGHmed

HiGHmed ist eines von vier Konsortien der BMBF-Förderinitiative „Medizininformatik“ zur bundesweiten Vernetzung der IT-Einrichtungen von Universitätskliniken. Neben dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit seinen beiden Standorten in Kiel und Lübeck sind in HiGHmed die Universitätskliniken in Heidelberg, Göttingen, Hannover, Köln, Münster, Würzburg, die Charité in Berlin und das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg eingebunden.

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines medizinischen Datenintegrationszentrums im UKSH (UKSH MeDIC), in dem alle für die universitäre Krankenversorgung und Forschung notwendigen Informationen zusammengeführt und gespeichert werden. Der Standort Lübeck, d.h. Prof. Ingenerf mit seinem Team der ITCR-L, bearbeitet neben grundlegenden Komponenten des UKSH MeDIC auch zwei klinische Anwendungsfälle zum Nachweis seiner Funktionsfähigkeit und Mehrwerte. Zunächst wird Prof. Rupp (Infektiologie/Mikrobiologie) und sein Team am HiGHmed Use Case „Infection Control“ mitwirken. Hier geht es um ein algorithmisches Frühwarnsystem für Ausbrüche von Krankenhaus-infektionen. Weiterhin befassen sich in einem konsortiumsübergreifenden Use Case „Molecular Tumor Board (MTB)“ Prof. Busch (Systembiologie) und Prof. von Bubnoff (Hämatologie und Onkologie) mit einer MTB-Anwendung, die zusammen mit Kollegen des MIRACUM-Konsortiums konzi-piert wurde. Diese wird zur molekulargenetischen Diagnose- und Therapie-Unterstützung von Tu-moren so entwickelt und angepasst, dass die Vorzüge der HiGHmed-spezifischen Datenbereitstel-lung über das UKSH MeDIC genutzt werden können.

Website: https://www.HiGHmed.org


CARE for CAYA

Das ITCR-L übernimmt die technische Umsetzung der Datenerfassung, Speicherung und Verwaltung der Studiendaten des CARE for CAYA Projektes. An diesem Nachsorge – und Präventionsprogramm für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nach überstandener Krebserkrankung sind deutschlandweit 14 Standorte beteiligt. Die Studienteilnehmer werden in verschiedenen Modulen betreut, die alle im CentraXX System dokumentiert werden. Das ITCR-L schult dazu das Personal in den Studienzentren im Umgang mit der Software. Zudem können einige Fragebögen von den Patienten direkt über Tablets ausgefüllt werden, was den Aufwand für die Studienzentren erheblich reduziert.

Bei Fragen zur Studie wenden Sie sich bitte an die Studienzentrale:
Hubertus Wald Tumorzentrum
Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
www.ucch.de
care4caya@uke.de

Bei technischen Fragen hilft das ITCR-L unter Tel.: +49 (0) 451 - 500 52701 gerne weiter.

Website: https://www.uke.de/kliniken-institute/zentren/universit%C3%A4res-cancer-center-hamburg-(ucch)/leben-nach-krebs-programm/junge-erwachsene-care-for-caya/index.html


German Biobank Alliance (GBA) – Testsite

Unter dem Dach von German Biobank Node (GBN) arbeiten elf BMBF-geförderte Biobankstandorte und zwei IT-Entwicklungszentren in der German Biobank Alliance (GBA) zusammen, um vorhandene Biomaterialen verschiedener Biobanken national und international für die biomedizinische Forschung verfügbar zu machen. Die IT-Infrastruktur der German Biobank Alliance entsteht in Zusammenarbeit zweier Teams: Das IT Core Team (ITC), entwickelt die Softwarekomponenten in einer gemeinsamen GBA-Entwicklungsumgebung. Die Mitglieder des IT Basic Teams (ITB) unterstützen jeweils einzelne Biobanken und unternehmen alle Schritte, damit die Softwarekomponenten in ihren jeweiligen Biobanken erfolgreich zum Einsatz kommen. Die Universität zu Lübeck ist mit einem Mitglied jeweils des ITC und des ITB vertreten und dient als Test- und Entwicklungsstandort für das IT-Konzept.

Website: http://bbmri.de/ueber-gbn/german-biobank-alliance/


Nationale Metadata Repositories (NMDR)

Das strategische Ziel dieses DFG-Projekts ist die Etablierung eines kollaborativen, qualitätsgesicherten, neutralen, dauerhaften, freien und zugreifbaren Metadaten-Registers für die klinische und epidemiologische Forschung in Deutschland. Die genannten Kategorien sind das Ergebnis einer Anforderungsanalyse, die im Rahmen des TMF-Projekts „Community-Evaluation MDR“ durchgeführt wurde. 

Website: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/315072261


Modular Specialisations for Point-of-Care Medical Devices - PoCSpec

Die Vernetzung der vielen in einem modernen Operationssaal (OP) verfügbaren computergesteuerten Medizingeräte nimmt seit Jahren an Bedeutung zu, weil nur so der klinische Bedarf für mehr Sicherheit, Effizienz und Ergonomie im OP umgesetzt werden kann. Eine Herausforderung ist dabei bislang die Vernetzung von Geräten unterschiedlicher Hersteller miteinander. Hier hat das BMBF-Projekt „OR.NET – Sichere dynamische Vernetzung in OP-Saal und Klinik“ (2012-2016) wichtige Grundlagen in der Form eines serviceorientierten Kommunikationsprotokolls für die dynamische, herstellerübergreifende Vernetzung von Medizingeräten gelegt, welches inzwischen als Bestandteil der Normenreihe ISO/IEEE 11073 „Service-oriented Device Connectivity“ ein international anerkannter Standard ist.
Ein Problem im Einsatz der neuen Normen ist bislang jedoch noch, dass Hersteller die Netzwerkrepräsentation gleichartiger Geräte unterschiedlich modellieren können, was die Integration in ein System vernetzter Medizingeräte ebenso erschwert wie Test und Zulassung vernetzter Geräte. Hier setzt das im Januar 2019 gestartete, von OFFIS koordinierte und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt „PoCSpec – Modular Specialisations for Point-of-Care Medical Devices“ an: Das Projekt wird Ergänzungen zur ISO/IEEE 11073-Normenfamilie entwickeln, die für bestimmte Gerätekategorien die Vernetzungsanforderungen, also Umfang, Struktur und Bedeutung der im Netzwerk angebotenen Daten und Services sowie das Verhalten des Gerätes zur Laufzeit genau festlegen, so dass Geräte unterschiedlicher Hersteller über das Netzwerk einheitlich überwacht und angesteuert werden können. Dies soll beispielhaft für zwei besonders komplexe Gerätekategorien umgesetzt werden: Endoskopie und Hochfrequenzchirurgie.
Um bei der Entwicklung der Normen auf einem möglichst breiten Konsens aufbauen zu können, sind eine Vielzahl von Herstellern aus den Bereichen Endoskopie und Hochfrequenzchirurgie als Partner im Projekt engagiert und werden ihr Know-how einbringen. Weitere Hersteller sind eingeladen, sich als assoziierte Partner in das Projekt einzubringen und an der Normentwicklung mitzuwirken. Ziel des Projekts ist es letztendlich, ein höheres Niveau der Interoperabilität zu erreichen und die Austauschbarkeit von Medizingeräten unterschiedlicher Hersteller im laufenden Betrieb zu ermöglichen. Dies stärkt nachhaltig die hervorragende internationale Wettbewerbsposition Deutschlands für Medizingeräte.

Website: www.pocspec.de


Move Projekt

Die Integration und Vernetzung von Medizingeräten ist in den letzten Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Operationssäle geworden. Derzeit ist jedoch der Markt geprägt von geschlossenen Lösungen großer internationaler Hersteller, sodass der Marktzugang für kleinere und mittlere Medizintechnik-Hersteller deutlich begrenzt ist. Das Ziel des Projektes ist daher die Entwicklung von Methoden, die das Zulassungs- und Zertifzierungsverfahren sowie das Risikomanagement offen vernetzter Medizinprodukte in integrierten OP-Umgebungen unterstützen und somit auch kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) der Medizintechnikbranche einen Zugang zum Markt ermöglichen. Dazu wird eine Simulationsumgebung inklusive geeigneter Protokolle, Testszenarien und Testfelder entwickelt, die in der Lage ist, in verschiedenen simulierten Szenarien die Vernetzung von Medizingeräten und Softwarekomponenten zu testen und hinsichtlich verschiedener Parameter zu validieren.

Website: https://www.meditec.hia.rwth-aachen.de/en/research/current-projects/move


OR.NET - Sichere dynamische Vernetzung in Operationssaal und Klinik, Teilvorhaben "OSSIE"

Für den besonders sensiblen Bereich der Operationssäle fördert das Bundesforschungsministerium (BMBF) das Verbundprojekt „OR.NET - Sichere und dynamische Vernetzung in Operationssaal und Klinik“ mit über 50 Partnern aus ganz Deutschland. Namhafte Medizinprodukte-Hersteller, Softwarehäuser, Krankenhäuser als Betreiber sowie Forschungseinrichtungen beschäftigen sich mit der ganzen Bandbreite relevanter Themen und versuchen, einen möglichst breiten Konsens zu finden. Das Institut für Medizinische Informatik der Universität Lübeck entwickelt in einem OR.NET-Teilvorhaben neue Methoden zur semantischen Interoperabilität vernetzter medizinischer Geräte im Operationssaal und zur Weiterverarbeitbarkeit der Gerätedaten in angrenzenden klinischen Informationssystemen.

Website:  http://ornet.org/